Eltern und Anwohnende entwerfen Planung für Stadtteilplatz. Das Grünflächenamt will nicht alle Anregungen umsetzen.
Mehr Grün, zusätzliche Spielgeräte und weniger Hitze. Der Glauburgplatz soll nach dem Willen der Bürgerinitiative „Glaubi“ attraktiver werden. Die Gruppe, in der Anwohner:innen und Eltern von Kindern aus dem Viertel vertreten sind, wollen, dass der Spielplatz aufgewertet wird. Auch der Ortsbeirat spricht sich dafür in einem Antrag von Grünen, SPD, CDU, FDP und Linke aus. Über die Vorlage berät das Gremium in seiner Sitzung am Donnerstag.
Der Glauburgplatz sei ein toller Platz, wo viel los ist, sagt BI-Sprecher Jörn Felgendreher. Vor allem im Sommer sei die Fläche aber durch den vielen Beton zu heiß und werde zu hell. Die Gruppe hat sich intensiv mit dem Areal beschäftigt, eine Homepage erstellt und Vorschläge erarbeitet. Felgendreher hatte zudem Kontakt zu Grünflächenämtern in anderen Großstädten und abgefragt, wie etwa Hamburg, Köln oder München Spielplätze gestalten.
Mit dem Frankfurter Amt steht „Glaubi“ ebenfalls in Kontakt. Mehrere ihrer Anregungen werden dieses Jahr umgesetzt, sagt Lena Berneburg vom Grünflächenamt. So sollen etwa Sonnenschirme im Sommer aufgestellt werden sowie größere Abfallbehälter. Eine der beiden Schaukeln werde durch eine Kleinkindschaukel ersetzt. Noch 2025 installiere die Stadt eine zusätzliche Nestschaukel. Geprüft werde, ob es mehr Grün geben kann.
Nicht alle Wünsche könnten umgesetzt werden, so Berneburg. Die von der BI angeregten Lichtmasten werde es nicht geben. „In unseren Anlagen werden grundsätzlich nur Schulwege beleuchtet.“ Am Glauburgplatz wäre eine Laterne „aufgrund der möglichen Nachteile für die Anwohner:innen problematisch“, da dies insbesondere abends zu einer intensiveren Nutzung führen könnte.
Schwierig sei auch die Anregung, niedrigere Basketballkörbe für Kinder anstelle der alten zu montieren, sagt Berneburg. „Die aktuelle Anlage genießt in ihrer jetzigen Form Bestandsschutz. […] Änderungen könnten rechtliche Anfechtungen durch Anwohner:innen nach sich ziehen und würden vermutlich den Anforderungen eines neuen Lärmschutzgutachtens nicht standhalten.“ Ebenso wenig könne der Idee entsprochen werden, mobile Elemente wie Fußball-Kleinfeld-Tore anzuschaffen. Das sei nur in betreuten Bereichen erlaubt „und somit auf öffentlichen Spielplätzen leider nicht zulässig“.
Die BI weiß um die Bedenken. Sie schlägt ein insektenfreundliches LED-Licht vor, das über einen Button immer wieder für 20 Minuten aktiviert werden kann, so Felgendreher: „Maximal bis 22 Uhr.“ Auch hätten die Kinder im Quartier nur wenige Orte, wo sie sich aufhalten könnten. Und der Platz werde schon immer zum Spielen genutzt. Die Gründungsväter des FSV Frankfurt haben dort einst gekickt.
Die BI sucht weitere Unterstützung und will einen Verein gründen, sagt Felgendreher. Dann könne die Gruppe Spenden sammeln, um etwa einen Landschaftsplaner zu engagieren oder einen Anwalt, der sich mit der Frage nach einer abendlichen Beleuchtung befasst.
Der Ortsbeirat begrüßt das Engagement der BI. In einem Antrag spricht er sich dafür aus, dass der Spielplatz und Begegnungsort am Glauburgplatz „nachhaltig und generationengerecht umgestaltet“ wird. Geprüft werden soll dabei etwa, ob Licht installiert werden kann, Basketballkörbe für Kinder, ein Trinkbrunnen, Toiletten sowie eine kleinen Holztribüne.